Der dumme Philosoph Professor Harald Lesch

Im Internet kann man auf YouTube einen Vortrag (mit Datum vom 20.12.2019) von dem Philosophen Professor Harald Lesch über „die Zeit“ hören.

Harald Lesch beginnt den Vortrag mit: „Herzlich willkommen bei Urknall, Weltall und das Leben, in der Reihe 'was hat das Universum mit mir zu tun', kommt jetzt unter uns gesagt, mein absoluter Favorit, es geht um die Zeit, jaa … Die Zeit als Dimension.“


1.

Es folgen einige Takte Musik und dann eine Reihe blödsinniger Aussagen von Professor Harald Lesch, vorgetragen mit einem geheimnisvollen Pathos, Wichtigtuerei, einiger Theatralik und Schauspielerei:


Beim Raum ist alles Quantität, der Raum zum Beispiel, nicht zum Beipiel, der Raum der kann verpachtet werden, der kann verschenkt werden, verkauft werden, da gibt's Makler für - ja, für Raum, aber für die Zeit nicht. Du kannst zweimal an dem gleichen Punkt im Orte stehen, im Raume stehen, aber zweimal an den gleichen Zeitpunkt kommst du nicht. Man merkt hier schon, da ist irgendwie'n kategorialer Unterschied zwischen Raum und Zeit.“


Meine Stellungnahme, Erklärung, Richtigstellung 

Erstens

Harald Lesch will mit diesem Vortrag auf den Raum und die Zeit "im Einsteinschen Sinn" (Raum-Zeit-Kontinuum) hinaus, also (auch) auf die Einbeziehung der Lichtgeschwindigkeit in die räumliche Betrachtung, da diese bei zunehmend großen Räumen umso mehr zu beachten ist.

Das aber ändert nichts an der Tatsache, dass beim Raum nicht alles Quantität ist, wie Lesch hier aussagt und/oder behauptet. Vor allem der Raum selbst ist nicht Quantität. "Beim Raum ist alles Quantität", ist demnach der erste große Blödsinn in diesem Absatz.

Raum (der Raum) ist eine Eigenschaft - also eine Qualität (vom Lateinischen Qualitas) - unserer Welt, in der wir leben. Der Raum ist auch eine Eigenschaft aller Objekte in der Welt. Objekte haben einen Rauminhalt (man spricht auch vom Volumen), sie nehmen einen Raum (Volumen) ein. Das Wort Raum bezeichnet demnach eine Eigenschaft der Welt und der Objekte in dieser Welt. Raum ist, und bezeichnet somit eine Qualität (Eigenschaft) und nicht eine Quantität (Menge).

Die Eigenschaft (Größe) Raum wird durch je drei Längen im dreidimensionalen Koordinatensystem (3 Dimensionen) dargestellt.

Man spricht dann von Länge, Breite und Höhe. Diese haben (auch) einen Ausprägungsgrad,*) d.h. sie kommen in unterschiedlichen Mengen vor, was man auch "Quantität" nennt. Der Raum selbst ist, wie mehrmals gesagt, eine Eigenschaft (eine Qualität), bestimmt durch je drei Längen im Koordinatensystem, die jeweils in einer Quantität (einer Menge, einem Ausprägungsgrad*) vorliegen.

Beispiel:

Ein Wohnzimmer hat z.B. einen Raum (Wohnraum) der sich aus dem Produkt einer Länge von 8 m (Meter), einer Breite von 5 m und einer Höhe von 2,5 m ergibt.


Nebenbei bemerkt: An diese Stelle werde ich später (vielleicht in einem anderen Kapitel) nochmals anknüpfen und auf "die Zeit" näher und auf die Zeiteinheit eingehen, mit der die Zeit zu messen ist.


Zweitens

Den kategorialen Unterschied**) zwischen Raum und Zeit, auf den Lesch verweist, gibt es so nicht. Einen Unterschied gibt es selbstverständlich, aber die Beispiele die Lesch nennt und die den "kategorialen Unterschied" belegen sollen, sind einfach irre, blödsinnig und so herbeigewürgt, dass einem Angst vor der "deutschen Bildung" werden muss. Solche Vorträge und Beispiele sind mit ein Grund für die allgemeine und zunehmende Verblödung in allen Schichten der Bevölkerung, besonders der obersten, der man Lesch zuordnen muss. Besonders wenn es um Begründungen geht, wird ein Stuss zusammengeblabbelt und das auch von "Aushängeschildern" der deutschen Bildung, wie der "Frag den Lesch". Deshalb ist Bildung vor allem in den oberen Schichten notwendig. Harald Lesch fehlen die Grundlagen der modernen Naturwissenschaft, was bei ihm als Philosoph so unverständlich nicht ist. Dass er sich dennoch erlauben kann, falsches Zeug weit und breit zu verzapfen, ist eine Schwäche unseres viel gelobten "freiheitlichen" Systems.

Wie aber ist es hier? So:

Der Raum ist eine Eigenschaft (eine Qualität) und die Zeit auch, weshalb sie beide in die "Kategorie" der Eigenschaften (Qualitäten) einzuordnen sind. Beides sind also Größen, selbstverständlich unterschiedliche, die jeweils eigens definiert sein müssen.


2.

Dann folgt im 20-minütigem Vortrag von Harald Lesch folgender philosophischer Blödsinn:


„Bei Immanuel Kant war der Raum die äußere Form der Anschauung und die Zeit die innere Form der Anschauung.“


Meine Stellungnahme, Erklärung, Richtigstellung 

Dieser Satz zeigt auch, wie in den Medien verwurzelte Typen, mit allen Mitteln versuchen, mehr und mehr und immer mehr Eindruck zu machen und wie ihnen das gewährt wird, und sie nur zum Stoppen kommen, wenn der Schaden den sie mit ihrem Geblabbel anrichten, entsprechend "große" Auswirkungen hat (siehe jüngere und ältere Geschichte), sprich auch, wenn es "zu spät ist". Lesch ist eine typischer Fall in dem "Wissenschaftler" durch die Medien "groß" gemacht werden. Ebenso war es mit dem Engländer Stephen Hawking. Zumindest haben die deutschen Medien, während er noch lebte, seine Leistung und Bedeutung mächtig übertrieben. Immerhin waren es dann letztlich "schwarze Löcher".

Raum und Zeit so zu verstehen, wie hier Kant von Lesch zitiert interpretiert wird, das widerspricht jedem modernen Verständnis von der Welt, es ist einfach überholte Spekulation infolge des UNWISSENS (UNWISSENHEIT, NICHTWISSEN) von Kant selbst und der damaligen Zeit, in der Kant lebte. Man kann es auch ein philosophisches Geblabbel nennen.

Dass Menschen mit so einem Geblabbel vor die Öffentlichkeit treten können und dürfen, zeigt - unter anderem - wie das mit der Meinungsfreiheit (nach dem Grundgesetz von 1949) ein Schuss in die Hose war und nicht ein "Götterfunken" (Schiller/Beethoven). Vermutlich wussten es auch schon damals einige Menschen besser als Kant. Nur wurden diese Menschen nicht beachtet, so wie das heute auch noch ist. In der Wissenschaft und in der Politik herrschen immer noch Cliquen mit deren eigenen Interessen und behindern den Weg zur Wahrheit jeglicher Art auf allen Gebieten. Das gilt im Besonderen für die meisten herrschenden Politiker. So setzten sich die Irrtümer und Spekulationen fort, wie heute auch noch und man braucht sich nicht zu wundern oder zu empören, wenn manche Menschen Lesch Scharlatanerie vorwerfen, obwohl er etwas von der Relativitätstheorie verstanden hat. Jedoch durch seine Übertreibungen, durch seine teils theatralisch-pathetisch vorgetragenen und abwegigen Darstellungen, Angeberei (z.B. Frag den Lesch) und Beispiele (besonders auch in der Relativitätstheorie), macht er sich bei vielen Menschen unglaubhaft.

Dass nun Lesch das einstmals von Kant Gesagte so kritiklos weitergibt, zeigt, wie Irrtümer über Jahre, Jahrhunderte und sogar Jahrtausende weiter gegeben werden und es stellt sich auch die Frage, ob er (der Philosoph Professor Harald Lesch) das nicht merkt, was er an Blödsinn erzählt oder ob er die Menschen bewusst verarscht?


3.

Lesch plappert also Kant nach, tut seinen eigenen Senf hinzu und kommt dann noch zu der total blödsinnigen Aussage: "Der Raum ist eine quantitative Dimension und die Zeit eine qualitative, obwohl .."

Lesch sagt das im Zusammenhang so:

„Also da muss ein Unterschied sein, zwischen der Innenperspektive des Menschen und der Perspektive von außen. Ich würde es jetzt mal so sagen: Der Raum ist eine quantitative Dimension und die Zeit eine qualitative, obwohl auch die Zeit kann natürlich gezählt werden, na klar, ich meine mit der Uhrzeit.“


Meine Stellungnahme, Erklärung, Richtigstellung 

Bereits in meiner ersten Stellungnahme habe ich beschrieben und gezeigt, dass der Raum nicht eine "quantitative Dimension" ist, wie Lesch sagt, sondern eine Qualität (eine Eigenschaft, eine Größe) ist, wie auch die Zeit.

Lesch selbst merkt, dass da etwas in seiner Aussage nicht stimmt und sich widerspricht, denn er sagt dann, "obwohl, auch die Zeit kann natürlich gezählt werden, na klar, ich meine mit der Uhrzeit." Also widerspricht er sich, macht aber trotzdem so weiter, wohl in der Hoffnung niemand merkt es, vor allem seine dummen Zuhörer nicht. Vielleicht sind es auch nur Zuschauer, die mehr wegen der Gestik und Theatralik Leschs, seinen Sprüchen und aus anderen Gründen dabei sein möchten.


Weiterhin erkläre und wiederhole ich, dass die beiden Qualitäten (Raum und Zeit), also beide Eigenschaften, einen Ausprägungsgrad (eine Quantität) haben, den es zu bestimmen (zu messen) gilt. Dies wird getan, indem zunächst eine Einheit (man spricht auch von Maßeinheit, Messeinheit, Maß) bestimmt (definiert) wird und anhand dieser das Vielfache (oder einen Teil) davon zahlenmäßig bei der vorliegenden und zu messenden Eigenschaft (Größe) bestimmt (gezählt) wird.

Beim Messen wird die Größe (eine messbare Eigenschaft) bestimmt und die ist dann ein Produkt aus einer Zahl (einem Zahlenwert) und einer Einheit, z.B. die Länge eines Weitsprungs ist 7,67 m, wobei 7,67 der Zahlenwert ist, m Meter bedeutet und für die Einheit der Länge steht.


In diesem Zusammenhang spricht man auch vom Wert einer Größe und man sagt zum Beispiel der Blutdruckwert ist 125 auf 75 oder der Temperaturwert (oder die Temperatur) ist 18. Das sind zunächst (nur) Zahlenwerte, die mit einem entsprechenden Gerät bestimmt (gemessen) wurden. Dabei versteht sich oder ist vorausgesetzt, dass das Gerät einen "Zahlen-Wert" (125/75 oder 18) bestimmt und anzeigt, der das Vielfache oder ein Teil (z.B. 0,35) einer festgelegten Einheit einer bestimmten Eigenschaft (Blutdruck, Temperatur, oder Kraft, Anzahl der roten Blutkörperchen, usw.) ist.


So viel zunächst zu diesem 20-minütigem Vortrag von Harald Lesch im Internet auf YouTube an dieser Stelle.

Vermutlich werde ich meine Stellungnahme hierzu noch erweitern. Vielleicht in einem eigenen Kapitel zur modernen Naturwissenschaft.


Dietmar West

 

**) Zum "kategorialen Unterschied"

Lesch verweist auf einen "kategorialen Unterschied zwischen Raum und Zeit", den es jedoch so nicht gibt (über die Bezeichnung "Kategorie" kann man noch streiten).

Als Beispiel eines kategorialen Unterschieds möchte ich den kategorialen Unterschied von Harald Lesch und mir nennen. Dieser besteht darin, dass Harald Lesch (nur) ein Interpret ist und ich ein Entdecker mehrerer Naturgesetze bin.

Entdecker von Naturgesetzen sind "die Könige" der Wissenschaft - der Naturwissenschaft.

Harald Lesch interpretiert (stellt dar, lehrt, beschreibt) nur das (Wissen, Entdeckungen, usw.), was andere erforscht und entdeckt haben. Und er tut es auch nur, weil es viele andere Menschen vor ihm auch schon gemacht haben und er es von anderen gelernt hat. Er, Harald Lesch, ist also einer von vielen Hunderten, Tausenden oder Millionen auf der ganzen Welt, die so etwas getan haben oder gerade tun und dabei auch oft Irrtümer hinzugefügt haben oder auch nur verbreiten. Dementgegen habe ich mehrere Naturgesetze entdeckt, was nur wenigen Menschen von den etwa 100 Milliarden Menschen, die je gelebt haben, gelungen ist.


Wer sich schwer tut, vergleichsweise z.B. den Unterschied zwischen Schöpfer und Interpret zu verstehen, für den seien zwei Beispiele aus der Musik genannt:

Es gab nur einen Wolfgang Mozart, aber viele Interpreten seiner Musik; ebenso gab es nur einen Ludwig van Beethoven und viele, die seine Musik gespielt haben und noch nachspielen.

Eröffnet am: 22.02.2020

Weiter bearbeitet am: 

Zst.:  915.245



  • Im Moment bereite ich den weiteren Inhalt für dieses Kapitel vor. Um Sie auf gewohntem Niveau informieren zu können, werde ich noch ein wenig Zeit benötigen. Bitte schauen Sie daher bei einem späteren Besuch noch einmal auf dieser Seite vorbei. Vielen Dank für Ihr Interesse!

       Dietmar West



































*) Ausprägungsgrad

oder Quantität









**) "kategorialer Unterschied"

nach Harald Lesch:

Lesch verweist auf einen kategorialen Unterschied, den es jedoch so nicht gibt (über die Bezeichnung "Kategorie" kann man noch streiten).

Als Beispiel eines kategorialen Unterschieds möchte ich den Unterschied zwischen Harald Lesch und mir nennen. Er besteht darin, dass Harald Lesch (nur) ein Interpret ist und ich dagegen ein Entdecker mehrerer Naturgesetze bin.

Entdecker von Naturgesetzen sind "die Könige" der Wissenschaft - der Naturwissenschaft.

Harald Lesch interpretiert (stellt dar, lehrt, beschreibt) nur das, was andere entdeckt haben. Aber er tut es auch nur, weil es viele andere Menschen vor ihm auch schon gemacht haben. Er, der Harald Lesch ist also einer von vielen Hunderten, Tausenden oder sogar Millionen auf der ganzen Welt, die so etwas mehr oder weniger gut getan haben oder sogar Irrtümer hinzugefügt haben. Dementgegen habe ich mehrere Naturgesetze entdeckt und damit etwas getan, was nur wenigen Menschen, von den rund 100 Milliarden, die je gelebt haben, gelungen ist.







 

 

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